Reverse Engineering mit SolidWorks

Einführung in SolidWorks als Software für parametrisches Reverse Engineering, STL-Daten und nachträglich bearbeitbare CAD-Modelle.
reverse engineering Solid Works Start Ziel
Reverse-Engineering eines Spritzgussteils mit SolidWorks

Vom 3D Scan zum SolidWorks CAD-Modell

Wir erstellen aus 3D-Scans, STL-Dateien und Bestandsbauteilen präzise SolidWorks-CAD-Modelle . Schnell, reproduzierbar und exakt auf Ihre Anforderungen in Entwicklung, Fertigung und Qualitätskontrolle abgestimmt.
★★★★★ über 6000 zufriedene Kunden.

Die Erfolgsgeschichte der 3Dpadelt GmbH

25+

Jahre Erfahrung

6000+

zufriedene Kunden

16000+

erfolgreiche Projekte

50000+

gescannte Objekte

Warum SolidWorks für Reverse Engineering?

In vielen elektrotechnischen Produkten sind Funktionsteile aus Kunststoff verbaut. Deren Gestalt wird durch die Funktion und die dafür notwendige Stabilität der Teile definiert. Die Konstruktion von Funktionsteilen besteht i.d.R. hauptsächlich aus parametrisch bestimmbaren Elementen den sogenannten regelgeometrischen Grundkörpern.
Entsprechend erfolgt das Reverse-Engineering für solche Teile durch eine parametrische Nachkonstruktion. Hierfür ist Solid Works eine hervorragend geeignete Software. Wegen der weiten Verbreitung von Solid Works bietet 3Dpadelt den Konstruktionsservice mit Solid Works seit vielen Jahren als Dienstleistung an.

Am Beginn der Nachkonstruktion eines Teiles fertigen wir dafür einen qualitativ sehr hochwertigen 3D-Scan an. Im Ergebnis haben wir alle Maße vom Teil im richtigen Zusammenhang in digitaler Form (als STL-Daten ). SolidWorks bietet ab der Version 2016 gut handhabbare Funktionalitäten für die Nutzung importierter STL-Daten als Konstruktionsgrundlage an. Da diese Software nicht abwärtskompatibel ist, stellen wir parametrische Reverse-Engineering Ergebnisse vorzugsweise ab dieser Version bereit. Wünschen Sie Daten in einer älteren Version von Solid Works, so können wir diese ebenfalls liefern.
Der zeitliche Aufwand für die Konstruktion ist dann aber höher.

Qualitätsmerkmale vom Reverse-Engineering mit SolidWorks

Verflüssigter Kunststoff wurde in eine Form gedrückt und darin abgekühlt. Die Prozesse von Erstarren und Schwinden sind von vielen technischen Faktoren abhängig. Sie erfolgen oft ungleichmäßig und führen zu Verformungen. Im Ergebnis zeigen Bauteile aus Kunststoff Abweichungen im Rahmen erlaubter Formtoleranzen von der gewünschten Geometrie. Verzüge, eingefallene Flächenbereiche gegenüber von Stegen, Auswerferabdrücke, Schwankungen in der Wandstärke und viele andere unerwünschte Effekte sind ebenfalls nachweisbar. Diese treten in irgendeiner Form bei jedem Kunststoffteil auf. Würde man nun durch eine Flächenrückführung die Dreiecksnetze vom STL einfach in NURBS-Flächen überführen, würden die Fehler am Teil bei der nächsten Produktion vervielfacht. Aufgabe des Konstrukteurs ist es, die technischen Gesichtspunkte, die dem Funktionsteil zu Grunde liegen, zu erfassen. Dafür wird dann ein ideales Modell erstellt.
sind einige der Qualitätsmerkmale, die in einer guten Nachkonstruktion enthalten sind. Darüber hinaus gestalten wir unsere parametrische Konstruktion in SolidWorks nach Ihren Gewohnheiten. Bei 3Dpadelt passen wir unsere Konstruktionen auf Wunsch Ihren Entwicklungshistorien an. So fügen sich unsere Datensätze am besten problemlos in Ihre Arbeit ein.

Ablauf beim Reverse Engineering mit SolidWorks

Konstruktion des Hauptkörpers

Zu Beginn der Nachkonstruktion erfolgt die Ausrichtung der 3D Scandaten. Die Hauptebenen werden so gewählt, dass möglichst viele Geometrieelemente durch einfache Funktionen konstruiert werden können. Beim vorliegenden Teil bieten sich hierfür die großen Flächen als Grundebene und die senkrecht dazu stehenden Verrippungen an.
Der Konstrukteur schaut sich die Gesamtgeometrie an und bildet sich dabei seine Strategie für eine wirtschaftliche Konstruktion. Durch die Erfahrung aus einer großen Zahl ähnlicher bearbeiteter Objekte kann er dabei intuitiv zügig vorgehen und gleich die Hauptkörper konstruktiv anlegen.
reverse engineering catia01
Konstruktion des Hauptkörpers im reverse-engineering mit Solid Works.

Nachkonstruktion von Funktions- und Detailmerkmalen

Die konstruktive Nachbildung der Details ist der zeitintensivste Arbeitsschritt beim Reverse Engineering . Auf der Grundlage des 3D-Scans wird kein Element übersehen. Bei der Konstruktion werden alle sinnvollen Symmetrien erkannt und in den Datensatz eingepflegt. Auf praktische Dimensionierungen und den technischen Erfordernissen angepasste Toleranzierungen der Parameter wird an dieser Stelle besonders geachtet.
Bei der Konstruktion von assemblies wird an dieser Stelle komplex im funktionalen Zusammenhang gearbeitet. Dadurch sind von vornherein alle Baugruppenteile aufeinander abgestimmt mit gleichen Parametern oder festgelegtem konstanten Spiel. Unsere Ingenieuere sind in der mechanischen Konstruktion erfahrene Maschinenbau Ingenieure. Alle Objekte werden von Anfang an funktions-, norm und fertigungskonform angelegt.
reverse engineering solidworks Detailskoerper
Reverse-engineering der Detailkörper mit Solid Works

Flächenrückführung der Hauptgeometrie

Sind alle Deteilkörper konstruiert, werden diese zu einem Gesamtbauteil verschmolzen. Dabei werden alle Innen- und Außenradien produzierbar und gleichmäßig verrundet.
reverse engineering solidworks Gesamtbauteil
Verschmelzung der Konstruktionselemente und Kantenverrundung mit Solid Works

Qualitätssicherheit bei jedem Schritt im Reverse-Engineering

Da an der Objektorientierung während der Konstruktion nicht mehr gerüttelt wird, werden alle Abweichungen der konstruierten Geometrie von den gescannten Daten immer angezeigt und aufmerksam geprüft. Ungewollte Toleranzüberschreitungen sind damit ebenso ausgeschlossen wie die konstruktive Mitnahme sinnloser Verformungen.

Mit jedem fertig gestellten Datensatz speichern wir bei 3Dpadelt einen kompletten Geometrievergleich zwischen konstruierten und gescannten 3D Daten. So können Sie die Qualität von Konstruktion und Ursprungsteil sofort anhand von screenshots einschätzen. Mit einem freien viewer können Sie selber jedes Detail der Konstruktion in von Ihnen gewünschten Toleranzbereichen farblich markieren und beurteilen.
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Darstellung der Übereinstimmung vom CATIA Modell mit dem 3D Scan

Hybrides Reverse Engineering mit SolidWorks

SolidWorks ist nicht nur ein reiner Volumenmodeller, sondern gleichzeitig ein mächtiges Flächenmodellierungstool. Mit den entsprechenden Funktionalitäten können den Konstruktionen Designelemente hinzugefügt werden. Durch die Verschmelzung beider Arbeitsweisen liefert 3Dpaddel hybrides Reverse-Engineering als native Solid-Works-Daten für Teile, die sowohl funktions- als auch designrelevant konstruiert werden müssen.
aaron padelt

Reverse Engineering Projekt anfragen

Sie benötigen ein fertigungsgerechtes CAD-Modell, eine Flächenrückführung oder technische Zeichnungen zu einem bestehenden Bauteil? Beschreiben Sie uns kurz Ihr Projekt, wir prüfen Aufwand, Datenformat und Ablauf und melden uns mit einer konkreten Einschätzung.

Häufige Fragen zum Reverse Engineering mit SolidWorks

Was ist Reverse Engineering mit SolidWorks?

Beim Reverse Engineering mit SolidWorks wird ein vorhandenes Bauteil digital erfasst und anschließend als vollständig bearbeitbares CAD-Modell nachkonstruiert. Grundlage sind meist 3D-Scans oder STL-Daten. Im Gegensatz zu einer einfachen Konvertierung entsteht dabei ein parametrisches SolidWorks-Modell, das für Konstruktion, Simulation, Fertigung und zukünftige Änderungen genutzt werden kann.

Ja. STL-Daten können in SolidWorks als Grundlage für die Nachkonstruktion verwendet werden. Dabei wird das Dreiecksnetz nicht einfach übernommen, sondern durch technisch saubere Geometrien ersetzt. Das Ergebnis sind native SolidWorks-Daten mit Parametern, Features und einer nachvollziehbaren Konstruktionshistorie.

Wir erstellen Reverse-Engineering-Daten für aktuelle SolidWorks-Versionen sowie ältere Releases. Da SolidWorks grundsätzlich nicht abwärtskompatibel ist, empfehlen wir die Bereitstellung in einer möglichst aktuellen Version. Auf Wunsch liefern wir die Daten zusätzlich in neutralen Austauschformaten wie STEP oder IGES.

Die erreichbare Genauigkeit hängt von Bauteilgröße, Geometrie, Material und den Anforderungen des Projekts ab. Durch industrielle 3D-Scantechnik und konsequente Qualitätskontrollen können hochpräzise CAD-Modelle erstellt werden. Die Übereinstimmung zwischen Konstruktion und Messdaten wird dabei durch Soll-Ist-Vergleiche dokumentiert.

SolidWorks eignet sich besonders für funktionale Bauteile mit überwiegend regelgeometrischen Elementen. Typische Anwendungen sind Kunststoffteile, Spritzgussbauteile, Maschinenbauteile, Werkzeuge, Gehäuse, Vorrichtungen sowie komplette Baugruppen. Auch Ersatzteile ohne vorhandene CAD-Daten können auf diese Weise zuverlässig rekonstruiert werden.

Bei einer reinen STL-Konvertierung werden vorhandene Netzstrukturen weitgehend übernommen. Dadurch bleiben Fertigungsfehler, Verzüge oder Oberflächenabweichungen häufig erhalten. Bei der parametrischen Nachkonstruktion analysiert der Konstrukteur die Funktion des Bauteils und erstellt daraus ein ideales CAD-Modell mit definierten Wandstärken, Verrundungen, Entformungsschrägen und vollständig bearbeitbaren Parametern.